Die innere Ruhe finden
Meditation in Bewegung

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Die innere Ruhe finden mit Tai Chi
Meditation in Bewegung…
So wird Tai Chi oft beschrieben. Aber stimmt bzw. passt das?
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Ja!
Ja, das passt. Allerdings habe ich auch längere Zeit benötigt um es zu verstehen bzw. um es erfahren zu können.
Genauer gesagt kann man auch sagen „bis ich es kapiert habe, wie es funktioniert oder man es spürt..“.
Es braucht einige Zeit, bis man es versteht!
Als ich mit Tai Chi begonnen hatte, war mir bereits bewusst bzw. ich hatte schon gehört und gelesen, dass viele Praktizierende Tai Chi nahezu ausschließlich zur Entspannung nutzen.
Irgendwie hatte ich aber sozusagen den Dreh noch nicht raus. Klar, nach einer Übungsreihe empfand ich schon eine Entspannung, aber eher körperlich.
Wie ich hier auf den Seiten schon erwähnte, hatte ich früher u.a. unfall- und krankheitsbedingte Rückenschmerzen. Im Rahmen einer Reha-Maßnahme in einer Klinik hatte ich gelernt, mit autogenem Training und Entspannungsmusik (New-Age) Schmerzen zumindest eine Zeit lang zu unterdrücken oder zu dämpfen. Das kann ich auch Heute noch.
Aber genau da fängt das Problem ja an. Man und ich konnte einfach nicht abschalten.
Egal ob im Schneidersitz, im Stehen oder Liegen. Man kommt etwas zur Ruhe und dann fangen irgendwann die Gedanken an zu kreisen.
Das sind dann aber meist die Gedanken, die im Kopf umher schwirren und die einen in irgend einer Form belasten.
Früher konnte ich mich auch gut auf anstrengenden Kletter- und Bergtouren entspannen. Da war es einfach so, dass man nicht die Zeit hatte, die Gedanken schwirren zu lassen. Man war im Hier und Jetzt und hatte für andere Gedanken einfach keine Zeit.
Und so ähnlich funktioniert es beim Tai Chi.
Das Hirn will beschäftigt werden
Das ist der Schlüssel!
Ich bin zwar kein Psychologe, aber nach einiger Zeit und mit Tipps meines Tai Chi Lehrers bin ich hinter das Prinzip der Entspannung mit Tai Chi gekommen.
Wie ich oben schon schrieb, wenn der Körper zur Ruhe kommt, dann fangen bei vielen Menschen und auch mir, die Gedanken an zu kreisen.
Das Hirn hat sozusagen „Langeweile“. Es kramt Dinge hervor, die nach Ansicht des Hirns noch unbearbeitet sind und es möchte darüber grübeln. Du aber nicht!
Da setzt die psychologische Wirkung von Tai Chi an.
In dem Du beim Tai Chi Training immer wieder neue Dinge lernst, die Form immer etwas anders läufst und Du auf Haltung, Atmung, Abfolge der Figuren usw. achten musst, hat Dein Hirn keine Zeit über andere Dinge nachzudenken. Es wird laufend beschäftigt. Und da genau Tai Chi ja nicht umsonst als lernendes System beschrieben wird, wird es auch Niemals langweilig.
Mit der Zeit merkst Du dann irgendwann automatisch, dass Du beim Tai Chi vollkommen abschalten kannst. Es braucht aber seine Zeit. In der Anfangsphase kreisen Deine Gedanken erst einmal um Haltung, Atmung, Bewegung, Balance und Haltekräfte. Sobald Dein Körper sich aber daran gewöhnt hat, konzentrierst Du Dich auf das Tai Chi selbst.
Du bist in der Bewegung. Du konzentrierst Dich auf die Atmung. Dein Hirn plant den nächsten Schritt, die nächste Bewegung…
Und dann bist du an der richtigen Stelle:
Meditation in Bewegung

Tai Chi Entspannung 2.0
Es gibt rund um Tai Chi noch eine Möglichkeit der Entspannung.
Klar, Tai Chi ist mittlerweile auch meine Meditation.
Es funktioniert wirklich, wenn man es erst einmal verstanden hat. Allerding habe ich für mich auch eine weitere Art der Meditation gefunden.
Das ist allerdings vielleicht nicht Jedermanns Sache.
Im Dunstkreis von Tai Chi kommt man, insbesondere wenn man sich intensiv damit beschäftigt, an Dehnübungen nicht vorbei.
Ich habe da für mich das Dao Yin (Daoyin (导引)) entdeckt. Man sagt, dass es der eigentliche Ursprung von Yoga ist. Viele bezeichnen es auch als traditionelles chinesisches Yoga. Ich werde an anderer Stelle mal darauf eingehen.
Zurück zur Meditation.
Ich habe tatsächlich während meiner täglichen Tai Chi Einheiten bzw. der Aufwärmphase vorher entdeckt, dass ich bei Dehnübungen und dem Halten Dieser, sehr gut entspannen kann.
Da ich eh für die Dehnungsübungen u.a. Dao Yin praktiziere und da in manch ausdauernden und fordernden Positionen (siehe die junge Dame auf dem Bild) mittlerweile etwas länger verweilen kann, entspannt mich das sehr.
Ja, das ist wirklich nicht Jedermanns Sache. Es ist anstrengend, bringt aber auch viel.
Für mich ist es ein Teil des Tai Chi, da ich durch die Übungen sowohl fitter für Tai Chi werde, mich gut dehne, Ausdauer trainiere und entspanne.
Probiere verschiedene Wege aus. Meditation in Ruhe, im Sitzen, im Stehen oder eben in Bewegung.
Wichtig: Es muss für Dich gut sein!
Auch hier gilt: Höre auf Deinen Körper und Deinen Geist!