Das muss einfach sein
Training

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Training
Tai Chi Training bedeutet nicht nur, die Figuren zu lernen und die Form zu laufen.
Das kannst Du zwar so machen, aber es wird Dich allein nicht weiter bringen.
Viele Menschen nutzen Tai Chi selbst als Training. Sie laufen (so nennt man die logische Abfolge der einzelnen Figuren im Tai Chi) die Form und halten sich allein dadurch fit. Das trifft insbesondere auf die kurzen und einfachen „Gesundheitsformen“ des Tai Chi zu (z.B. die Peking-Form).
Für Tai Chi trainieren bedeutet mehr…
Wenn Du das Thema Tai Chi ernsthafter angehst, also wirklich auch Tai Chi erleben und erfahren möchtest, kommst Du früher oder später nicht an zusätzlichem Training vorbei.
Nein, keine Bange…hier meine ich nicht die „Mucki-Bude“ oder Fittness-Kurse.
Du wirst zwar durch Tai Chi selbst ganz sicher beweglicher, ausdauernder und auch gelenkiger, aber je intensiver Du das machst, wirst Du feststellen, dass es da doch etwas mehr braucht.
Vor jedem Tai Chi Training solltest Du Dich grundsätzlich wie bei jeder normalen Sportarten, aufwärmen.
Da wir aber nicht bei „normalen“ Sportarten sind, sondern beim Tai Chi, brauchst Du schon einmal viele Dinge nicht. Du brauchst keine spezielle Sportkleidung und auch keine Geräte.
Wenn zufällig eine Wand oder ggf. auch mal ein Stuhl in der Nähe ist, ist es OK. „Brauchen“ brauchst Du all das nicht. Du, also Dein Körper reicht vollkommen aus.
Zum warm werden bieten sich beispielsweise sogenannte Qi Gong – Übungen an. Das kommt dem Sinn des Tai Chi auch am Nächsten. Ruhige langsame Bewegungen.
Dehnung und Gleichgewicht
Dehn- und Gleichgewichtsübungen sind das, was Dich weiterbringt. Wenn Du schon etwas intensiver Tai Chi praktiziert hast, wirst Du schon gemerkt haben, dass manche Figuren und Stellungen schon etwas Gelenkigkeit benötigen.
Dementsprechend bietet es sich an, Deinen Körper zu dehnen.
Es gibt z.B. die sogenannten Dehnübungen nach Masunaga. Es sind viele Übungen zur gesunden Dehnung. Konzentrieren kann man sich auf die 6 Grundübungen. Shizuto Masunaga war ein japanischer (nicht chinesischer!) Shiatsu-Lehrer. Er hat aus der gesamten fernöstlichen und klassischen Medizin Dehnübungen entwickelt. Wenn Du z.B. eine Internet-Suchmaschine Deiner Wahl bedienst, suche nach den Meridian-Dehnübungen nach Masunaga.
Als einen kleinen Tipp kann ich auch hier nur die Seiten von David Spoden (Tai Chi Zentrum Koblenz) empfehlen. Er erläutert die Meridian-Dehnübungen sehr gut und leitet auch prima an:
Youtube: Meridian-Dehnübungen nach Masunaga
Des weiteren bieten sich sogenannte Dao-Yin Übungen an. Das sind alte traditionelle chinesische Dehn- und Gesundheitsübungen. Man sagt, dass daraus sowohl das Yoga als auch das Qi Gong hervor gegangen sind.
Dao Yin ist schon ziemlich anstrengend, bringt aber viel.
Wenn Du im Internet schaust (meist bietet sich Youtube an), dann achte darauf, dass es langsame Trainings sind. Zum einen bist Du da den Grundsätzen des Tai Chi näher und zum anderen sinkt dabei das Verletzungsrisiko.
Lass Dich bei all dem aber nicht dazu verleiten, diesen gruseligen KI-Videos und Versprechungen zu folgen.
Trainiere in Ruhe, langsam und mit viel Geduld.
Wie überall im Tai Chi: Gib Dir und Deinem Körper die Zeit!