Jeder interpretiert es anders…
Yin Yang verstehen

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Yin Yang
Oftmals auf ein kleines Symbol reduziert…
Yin Yang ist aber so viel mehr!
Ein kleines Symbol mit so vielen Interpretationen…
Such mal im Internet nach Yin und Yang. Du wirst von Interpretationen nahezu erschlagen.
Was ist denn nun Yin und Yang?
Ich versuche es mal mit meiner Interpretation.
Einleitend…
Das Yin-Yang Symbol ist eigentlich das Tai-Chi Symbol!
Es ist das Taijitu, der Kreis des Seins.
Es zeigt gegensätzliche, sich aber ergänzende Kräfte in vollständiger Harmonie dar.
Da kommen wir gleich zur Interpretation und der Deutung und oftmals Fehldeutung des Yin und Yang.
Als erstes kommt Betrachtern der Gedanke zu Gut und Böse in den Kopf.
Ja und Nein!
Gerade in der westlichen Welt und Ihrer Religionen hat sich so ein Bild etabliert, welches aber nicht den Ursprüngen entspricht.
Es geht hier nicht um Gott und den Teufel.
Besonders fällt es trotzdem in westlichen Religionen und Weltansichten auf. Immer heißt es nur Gut gegen Böse.
Das Gute muss das Böse bekämpfen und anders herum. Dabei stimmt das so nicht. Ja es sind Gegensätze. Hell und Dunkel, Gut und Böse. So sieht man es, wenn man grundsätzlich mal das Symbol betrachtet.
Aber…
In der ursprünglichen Mythologie und Spiritualität wissen Beide, Gut und Böse, dass sie ohne das Gegenüber nicht existieren können. Mit diesem Wissen und der Erkenntnis, dass aufgrund dieser Tatsache Niemand gewinnen oder allein sein kann, geben sich Beide den Raum, den sie benötigen. Und zwar zu gleichen Teilen.
Da sind wir wieder bei den Grundsätzen des Tai Chi: Harmonie!
Oft wird hier dann noch fehlinterpretiert oder argumentiert, dass diese Sichtweise ja einer Religion entspring, dem Taoismus bzw. Daoismus. Dabei verkennen gerade westliche glaubensgeprägte Vertreter der Kirchen, dass Taoismus und Daoismus Religionen seien. Auch das stimmt (nur) in Teilen. Das sind Sie genau genommen nämlich nicht. Taoismus und Daoismus (was sowieso das Gleiche ist, nur namentlich als alte bzw. neue Bezeichnung), vertreten Anschauungen.
Es sind die Anschauungen der Welt und der universalen Anschauungen auf Basis Jahrtausende alter Beobachtungen der Welt, der Natur und der Physik.
Wohl eine Sicht, mit der sich christliche Religionen etwas schwer tun. ; -)
Aber zurück zum Thema.
Yin Yang ist nicht der Kampf der Gegensätze sondern stellt die zwingende Harmonie der universellen Kräfte dar. . .portierbar auf nahezu Alles.
Hell und dunkel, laut und leise, schnell und langsam, groß und klein, stark und schwach. Alles endlos weiter zu führen.
All diese Dinge und das kann man wirklich endlos fortführen, bedingen Eines:
Beides kann nur mit dem Gegensatz existieren und Beides braucht somit das Andere zum Dasein.
Nur wo Licht ist, kann auch Schatten sein.
Wenn es Heiß gibt, muss es auch Kalt geben.
Wenn es Stark gibt, muss es auch Schwach geben.
Wenn es Trockenheit gibt, muss es auch Feuchtigkeit geben.
Neben Rechts gibt es auch Links.
Wenn es einen Berg rauf geht, geht es auch runter.
Das muss man sich einfach verinnerlichen.
Ein ganz banaler Spruch bringt es auf den Punkt: Jede Medaille hat zwei Seiten.
Grundsätzlich steht dahinter ein universelles (physikalisches) Gesetz. Das Eine funktioniert ohne das Andere nicht.
Das paradoxe daran ist, dass wir die Welt nicht so harmonisch gestalten können wie der Grundgedanke hinter dem Yin & Yang.
Wäre alles ausgeglichen und harmonisch, gäbe es keine Kriege, keine ungerechte Lebensmittelverteilung, keine Gier und keinen Hass.
Aber genau da greift wieder das universelle Gesetz hinter Yin und Yang.
Wo es schlaue Leute gibt, muss es auch dumme Leute geben.
Eine kleine Weisheit aus den Überlegungen zu Yin & Yang möchte ich Dir mit auf den Weg geben:
Wenn Du gerade traurig bist, wirst Du auch wieder fröhlich sein.
Nach schlechten Zeiten kommen auch wieder gute Zeiten.